93. Nationale Bundesschau am 09.-11.12.2011 in Dortmund

 

Leider gab es nur 60 Tiere verteilt über 4 Farbenschläge.

Nach meiner Idee für eine Nationale viel zu wenig. Wenn man damit rechnet dass nur eine Woche vorher die VDT Ausstellung in Leipzig stattfand ist das besser zu verstehen.

Zwei solche großen Ausstellungen innerhalb einer Woche, sollte es eigentlich nicht geben. Die Tauben brauchen zwischen 2 Schauen mindestens 2 Wochen Ruhe. Glücklicherweise gab es keine leeren Käfige womit es doch eine Propaganda gewesen ist, für unsere

schöne Rasse der Altholländischen Kapuziner.

Zu Beginn zeigten sich 4,3 Schwarze, welche im allgemeinen eine gute waagerechte Haltung zeigten. Von den Typen her gab es aber Wünsche in Brustbreite, Brusttiefe (Rundung) oder in der Länge der Körper. Ein alter Vogel von Markus Wimmer war die Ausnahme, das Auge war wirklich viel zu Rot, aber sonst war er wunderbar deshalb statt V97 jetzt HV 96.

Willi Wüllenweber zeigte noch ein 1,0 und eine 0,1 mit SG 95, beide Tiere waren ein wenig zu lang für eine höhere Note.

In Rot gab es eine Kollektion von 14 Tieren. Der Gesamteindruck war gleich, die Haltung war in Ordnung aber die Wünsche, wie bei Schwarz, gab es in den Körpern. Im Allgemeinen viele Fehler in der Brust, auch konnten diverse Tiere wenigstens 2 bis 3 Zentimeter kürzer sein. Ein alter Täuber von Zuchtfreund Wimmer war die große Ausnahme, dieser Vogel war kurz mit viel Brust und eine fabelhafte Haltung von morgens 8 bis 14 Uhr präsentierte er sich ob er aus einem Bilderbuch weggelaufen war, deshalb V 97 Punkte und der Gesamtsieger. Weiterhin gab es noch zweimal SG 95, einmal für Wüllenweber auf 1,0 Alt und für Heinz-Georg Ossenbrink auf 0,1 Alt.

7,9 Tiere in Gelb, die Mittelwert waren, wie immer, standen die Gelben am besten. Diesmal gab es HV 96 an einem 1,0 Alt von Peter Waczynski und an einem 1,0 Alt von Willi Wüllenweber. Weiterhin noch dreimal SG 95. Zweimal für Zuchtfreund Ossenbrink auf 1,1 Alt un einmal auf 1,0 Alt von Wüllenweber.

Mit 22 Tieren von 3 Ausstellern waren die Weißen am besten vertreten. Leider auch hier Wünsche in der Figur. Oft gab es Mängel in der Brustbreite, Brusttiefe und auch wieder viele mit einem zu langen Körper. Auch in der Nackenfülle gab es Wünsche und ebenso in der Augenfarbe und Ränder. Sicher eine Weiße soll klare Augen haben mit lebhaften schmalen Rändern. Die besten Weißen zeigten Norbert Schneider mit HV 96 auf 1,0 Alt und Markus Wimmer mit HV auf 0,1 Alt. Weiterhin noch SG 95 für N. Schneider, H.-G. Ossenbrink und M. Wimmer.

Fazit: Für eine Nationale mit 1 x V und 5 X HV ein recht beachtliches Niveau, aber man soll doch richtig besorgt sein da kein einziges Jungtier genügend Qualität hatte um 96 Punkte zu erringen.

 

Rob Joosten

 

Werbeschau zur 21. Rassetaubenschau des Clubs Paderborn

und Umgebung am 07.-08. Januar 2012 in Delbrück.

 

Angeschlossen war die Werbeschau unserer Altholländischen Kapuziner.

An der Schau nahmen drei Züchter mit insgesamt 41 Tieren teil.

Am Anfang standen die Roten mit 11 Tieren von zwei Züchtern. Ein Alt-Täuber unseres 1. Vorsitzenden H.-G. Ossenbrink erzielte ein V 97 KVE  und unser Zuchtfreund, aus dem Rassetaubenclub Paderborn und Umgebung,  F.-G. Freise erreichte mit einem 1.0 alt ein HV 96.

Bei den Gelben gab es je ein HV 96 in jung und alt. Beide Tauben wurden von

H.G. Ossenbrink ausgestellt, wobei sich der 1.0 jung super zeigte aber ein bisschen schmal war.

Die Bindigen von F.-G. Freise in blaufahl und blau zeigten sich eher agressiv im Käfig und erreichten Wertungen im SG -Bereich. Die Rotfahlen von S. Häusler konnten mit der Qualität der Clubschau nicht mithalten und wurden auch im

SG-Bereich gewertet. Die 13 getigerten Tiere in Schwarz, die durch V und HV auffielen, waren hoch im Stand und Kappe, dadurch wirkten sie etwas zu lang im Körper.

Zum Schluss der Schau wurden 5 weiße Tiere gezeigt. Eine Jungtäubin, die sehr gefiel, wurde mit HV 96 ausgezeichnet.

Der Leistungspreis vom Club ging an S. Häusler auf  1,1  in Schwarzgetigert.

Mein Fazit der Schau: es gab nur ein G, dies zeigt die sehr gute Qualität der Tiere auf der Schau.

Durch den späten Termin der Schau waren die Tiere fertig gemausert.

Vielen Dank an den Preisrichter Willi Grümme, der diese Schau sehr passend  bewertet hat.

 

Pressewart Siggi Häusler

 

60. VDT-Schau Leipzig 02.-04. Dezember 2011

 

Meine Richtertätigkeit beinhaltete 26,22 Schwarze, 10 Dun und 16,11 Rote.                                                                                                                                  

26,22 Schwarze sind auch für eine Großschau schon etwas ungewöhnlich. Nicht nur die Menge stimmte, auch die Qualität. Hatte unsere HSS in Lingen wenige Lichtblicke bezüglich Typ und Struktur, war Leipzig mit    V-EB (1,0 jung), hv ELT (1,0 jung) und hv E (1,0 alt) ein gutes Beispiel und Jürgen Reich der „Abräumer". Schon beim Anfassen der Tiere ging dem SR das Herz auf: feste und breite Feder, typisch in Figur und Haltung. Auch soll nicht unerwähnt bleiben, welche Kriterien zur Abstufung im sg-Bereich geführt haben: Augenrand intensiver, Schwanz schmaler, Schwingenlage fester. Die früheren Fehler mit Stulpflügeln waren nicht mehr zu sehen, auch nicht die ungeliebten Augenschirme (zumindest während der Bewertung). Die g-Tiere wurden abgestuft wegen kurzem Hals, Augenschirm, schlecht geputzter Kappe, blassem Augenrand, hellem Flügelbug. Nur ein Tier wurde wegen abfallender Haltung gestraft. Leider auch fünf b-Tiere. Vom ungepflegten Federkleid bis Kopf Zeichnung, enge Struktur, sehr lockerem Gefieder, stark scheitelndem Nackengefieder war alles vorhanden. Einmal falsche Klasse: als 0,1 nicht kräftiger! stand auf der Karte. Stellte sich später als Täuber heraus.

Bitte beim Putzen der Kappe mehr Sorgfalt walten lassen.

10 Dun, da lacht das Herz. Das V-97 Tier von Glaser der absolute Typ zur Zeit. Bestechend das Auge und die gleichmäßige Farbe. Weitere 3 x 95 und 4 x 94 Punkte (Glaser und Englert) ein sehr guter Schnitt. Hier als Anmerkung: Hinterpartie kürzer, eleganter in der Halsführung. Die beiden g-Tiere zeigten aggressives Verhalten und lockeres (!) Schenkelgefieder. Jeder sowie Starke Abweichung in der Farbe (schon zu braun).            

16,11 Rote  weder zu gut noch zu schlecht, eben teilweise nur unfertig. Die Spitzentiere mit hv (1,0 jung Wimmer) und hv (0,1 jung Wüllenweber) konnten gefallen. Die sg-Noten hatten noch folgende Wünsche: Iris heller, Nackenstruktur fester und voller, Schwanzfederlage beachten, Rosetten kürzer, Rand lebhafter. Auch wurde einmal der korrekte Bauchschnitt angemahnt. Bei den g-Noten wie bei Schwarz: offene Rosetten, lockeres Nackengefieder, blasser Rand, farbige Schenkel, mattes Auge, tiefsitzende Kappe. Auffällig waren die unterschiedlichen Farbstufen. Vom intensiven Rot früherer Jahre bis zum sehr aufgehellten Rot (Kreuzungsrot).

Das mag manchmal als spitzfindig anmuten, aber hier war bei einem Tier die Grenze überschritten.

Wir haben keine Farbentauben, aber der Standard verlangt eine gleichmäßig satte Farbe.

Bei Rot beinhaltet das sogar, daß ein leichter blauer Anflug in der Bauchfarbe erlaubt ist.

Aber die Verdünnung der roten Federn ist nur bis zu einem Grade zulässig.       

Aufbau, Unterbringung und Präsentation waren in Leipzig vorbildlich.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Obmann Werner Reischl konnte nicht besser sein.

 

Euer Richard Kaesler

 

Zur 115. Lipsia / 60. VDT Schau Leipzig hatte ich von 250 Alth.Kapuzinern 80 Tiere in Gelb, Blau mit schwarzen Binden

sowie Rot- und Gelbfahl zu bewerten.

 

Die 53 Gelben der stärkste Farbenschlag, zeigten überdurch­schnittliche Qualitätsmerkmale in Typ, Stand und Strukturan­lagen. Trotzdem ist weiterhin auf typhafte Haltung, reines Auge mit lebhaften Rand und straffes Nackengefieder zu achten. Auf fehlende Schwingen, auch glatte Schwingen, sowie fehlende Schwanzfedern muß immer wieder hingewiesen werden.

Herausragend das V-Tier von Heinz-Georg Ossenbrink und die drei Rassevertreter von Gerald Klarwein mit HV 96.

Welche kaum zu­rückstanden.

17 Blaue mit schwarzen Binden insbesondere die 0,1 konnten nicht alle gefallen.

Die Klassen 1,0 jung und alt verkörperten wohl den gegenwärtigen Zuchtstand.

1,0 jung SG 95 E an Reiner Awe und auf hervorragende 2,0 alt

mit V-ELP und HV E an Gerald Klarwein.

Die Täubinnen konnten nicht höhere Noten erreichen.

Den Tieren mangelte es an Typ, Halslänge, Standhöhe und blassen Augenränder. Auch auf anhängende Kopfzeichnung ist zu achten.

4 Rot  und 6 Gelbfahle von durchschnittlicher Qualität.
Hervorzuheben mit jeweils 95 E auf 1,0 alt von Lothar Lattermann und Norbert Jarchow.

Beste Gesundheit und Zuchterfolge für 2012.

 

Zuchtfreund Bernd Kirchner

Schaubericht VDT Leipzig Willi Grümme

Die Bewertung von 25 Getigerten und 63 Weißen erfolgte durch Zfr. Grümme.

Bei den Getigerten 4 Schwarztiger, 10 Rottiger, 11 Gelbtiger sehr gute Durchschnittsqualität. Die Schwarztiger im sg-Bereich, die 10 Rottiger eines Ausstellers (A. Kunzler) mit 2x hv. Die Gelbtiger zeigten die Spitzentiere mit V-EB und 2x hv an T. Golzbuder. Bei den Getigerten ist auf die Rückenlänge zu achten, ebenso tlw. auf die korrekte Haltung.

Die Standhöhe war allgemein in Ordnung.

Insgesamt 63 Weiße (26,25 jung und 1,2 alt), eine feine Kollektion.

Die Spitzentiere: v-LVE M. Wimmer und 3x hv G. Ossenbrink.

Die Durchschnittsqualität sehr zufriedenstellend, jedoch ist auf die Rosettenform (tlw. zeigten die Tiere Punktrosette) zu achten. Wie bei den anderen Farbenschlägen war die Nackenfeder in der Struktur oft reichlich locker. Bitte, liebe Zuchtfreunde, achten Sie bei den Weißen auf durchgehend reines weißes Gefieder. Bei den Besuchern macht es nicht den besten Eindruck, wenn die Schwanzfedern farblich absetzen.

Das V-Tier zeigte alle Attribute eines Spitzentieres, die Hv-Tiere waren in allen Rassemerkmalen bis auf ein wenig festere Nackenstruktur in Ordnung.

Die Rassemerkmale Figur, waagerechte Haltung und Kappenhöhe waren durchweg vorhanden.

Euer Willi Grümme

 

Hauptsonderschau der Altholländischen Kapuziner beim

18. Lingener Kleintiertag in den Emslandhallen der Stadt Lingen

 

Am 12. und 13. November war es soweit, unsere beiden Zuchtfreunde Bernhard Spiekermann und Heinz-Hermann Altgilbers hatten uns zur diesjährigen Hauptsonderschau eingeladen.

Durch die gute Beteiligung unserer niederländischen, belgischen und französischen Zuchtfreunde konnten wir eine Meldezahl von 282 Tieren in 11 Farbenschläge erreichen.

Einreihiger Aufbau und gute Lichtverhältnisse waren gegeben.

Der Eingangsbereich unserer Schau wurde durch den Aufbau der drei Schauvolieren (Bindige, Getigerte und einfarbige Kapuziner) sehr aufgelockert. Dieses Bild wurde nach der Bewertung noch vollkommener, durch die Präsentation der V-Tiere in Einzelkäfigen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal bei unseren Zuchtfreunden Spiekermann und Altgilbers, nebst Helferteam für die gute Unterbringung und Betreuung unserer Kapuziner bedanken.

Unser Dank geht aber auch an unsere Preisrichter Richard Kaesler (Obmann), John  Hartman, Martin Treffers und vom LV Weser-Ems

Karl-Ludwig Meyer für die geleistete Bewertung.

Den Ausstellungsreigen eröffneten 39 Vertreter im schwarzen Farbenschlag. Sie wurden kritisch, aber fachgerecht von John Hartman bewertet. Der Typ stand in der Beurteilung vorne an, gefolgt von den Strukturmerkmalen. Bevorzugt wird eine elegante, etwas kräftige, möglichst nicht zu lange Taube. Tiere mit zu loser Struktur oder Scheitelung im Nackengefieder wurden zurückgestuft. Auch auf die Augenrandfarbe sollte in Zukunft wieder etwas vermehrt geachtet werden. Bei den Täubern 2 x HV auf 1,0 alt Wimmer und Wüllenweber.

HV SVBand auf 0,1 jung an Jan Kuster.

57 Kapuziner im gelben Farbenschlag wurden unserem Ehrenvorsitzenden und Zuchtfreund Richard Kaesler zugeteilt.

Eine zugegeben nicht leichte Aufgabe. Kompakte und kurze Tiere wurden uns von den Züchtern Bottin, Joosten und Lamers präsentiert.

Von den beiden erstgenannten überragende Ausstellungserfolge Joosten 2 x V, 1x HV, Bottin 6 x HV, Lamers 1 x HV und Jan Haas

1 x HV.

Die V und HV Tiere waren alle überragend im Stand u. Typ, mit parallel verlaufendem Halskragen, voller Nackenstruktur, sehr guten Auge und Rand.

Für die Zucht sollte aber vermehrt auf die haarige Feder im Bindenbereich geachtet werden, so das diese nicht zu weich wird. Weiterhin müssen wir im gelben Farbenschlag an der farblichen Ausgeglichenheit arbeiten.

Die Blauen mit schwarzer Binde waren leider nur mit 2,2 Tieren vertreten. 1,0 alt von F. Scheeres wurde HV 96 bewertet und entsprach dem Standard. Die höchste Note wurde gegeben, wenn die Binde schwarz war. 0,2 Jungtäubinnen wurden von S. Schmidt vorgestellt, leider fehlte diesen beiden Tieren ein wenig die Masse.

Bei den Blaufahlen mit dunkler Binde wurden uns von zwei Züchtern 3,3 Tiere präsentiert. Die lose Nackenstruktur und der gelbliche Anflug der Binden sind zu bemängeln. Bei einer Taube fehlte der Halskragenverlauf einseitig. Grundsätzlich ist zu sagen, dass der Stand, der Typ und die Köpfe typenhaft gegeben sind. Die Richtung in dieser Farbgattung gab F. Scheeres mit 2 x SG 95 an. Bei den Blaufahlen war durch das fehlen einiger Züchter kein optimaler Vergleich über den Zuchtstand zu erhalten.

3,3 Rotfahle Tiere von zwei Ausstellern. Diese Farbrichtung befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Aus beiden Zuchten sehr schöne Tiere mit breiten Körpern, Köpfe und hohen Strukturen. R. Joosten erlangte mit einer Alttäubin HV 96 u. J. Somers 2 x SG 95.

Im gelbfahlen Farbenschlag wurden 7,9 Kapuziner ausgestellt.

Die gesamte Kollektion war eine reine Augenweide.

Besonders herausgestellte Tiere überzeugten durch ihre figürlichen Vorzüge. Die Toptiere zeigte R. Joosten 1,0 alt V 97, P. Berkenbosch

0,1 jung V 97 und J. Haas eine junge Täubin mit HV 96.

Als Wunsch  ist zu äußern, das bei den Rot- und Gelbfahlen die Farbe besser wird. Aber man kann erkennen, dass die Züchter bereits daran arbeiten und schon gute Fortschritte erzielt haben.

Die Gruppe der Getigerten waren mit 14,12 Schwarztiger, 7,3 Rottiger und 2,5 Gelbtiger vertreten.

Mit 14,12 Schwarztiger erreichte dieser Farbenschlag eine sehr gute Meldezahl. Die Jungtäuber wurden SG + G bewertet, dies lässt sich auf das zu lose Nackengefieder zurückführen. Bei den Alttäubern zeigte sich die Fertigkeit durch V + HV von S. Häusler und R. Bergermann HV.

Die Jungtäubinnen zeigten sich ähnlich den Jungtäubern. Bei den Tieren wurde S. Häusler von SG 95 bis HV 96 bewertet. Einige Tiere, die nicht dem Typ entsprachen kamen nicht an höhere Noten heran.

7,3 Rottiger von vier Ausstellern. Diese fielen besonders durch ihre dunkle Tigerung auf. Hervorzuheben die Tiere aus der Zuchtstätte von W. Beele, die mit 1 x HV und 3 x SG 95 bewertet wurden.

2,5 Gelbtiger in einer sehr erfreulichen guten Qualität. Einige waren von Typ und Stand eine Augenweide. Der Rest hätte sich besser im Stand präsentieren können, wie z. B. der 1,0 von F.A.H. Bergman, der ansonst alle Vorzüge besaß.

Die Alttäubin von F. Lamers stand wie ein Denkmal und wurde dafür mit V 97 belohnt. HV auf 0,1 alt an F.A.H. Bergman.

Im Abschluß kann man sagen, das die Getigerten auch getigert waren und keine Schimmel.

Zum Schluß standen in der AOC-Klasse zwei Blauschimmel, die mit SG bewertet wurden. Diese waren leider noch etwas lose in der Nackenstruktur wussten in der Farbe aber schon zu begeistern.

 

Zuchtfreunde S. Häusler und W. Wüllenweber

 

Altholländische Kapuziner Rot auf der HSS Lingen 2011

 

Geehrt war ich mit der Anfrage vom 1. Vorsitzenden einen Teil von den Altholl. Kapuzinern auf der HSS zu bewerten.

Eine schöne Anzahl von 285 Stück waren aus vielen europäischen Länder zu

bewundern, hiermit bekam die Schau einen internationalen Charakter.

Und wir in den Niederlanden können eifersüchtig sein auf eine solche Anzahl.

Mein Auftrag war die Roten, Blau, Blaufahl und Gelbfahl zu bewerten.

Der Bericht über die bindigen Farbenschläge schrieb Zuchtfreund

Siggi Häusler, der sich an anderer Stelle befindet.

Von mir ist der Bericht über den Roten Farbenschlag.

Es waren 21junge rote Täuber von 10 verschiedenen Züchtern. Allgemein zeigten die Tiere einen sehr guten horizontalen Stand, verschiedene Typen kamen gut nach vorn in die Brustpartie, die weniger guten Tieren zeigten keine Masse und Brust, wir verlangen eine gut gefüllte breite Brust die von der Seite gesehen auch deutlich vor und unter den Flügelbuch zu sehen ist.

Auffallend war auch das manche Tiere einen strammen oder steifen Beinstand hatten, ein Fehler der in den 80er Jahren regelmäßig bei Hollänischen Tieren vorkam. Hier war auch beim ersten Tier (Nr.394) ein schöner horizontaler Stand und hervorragende Struktur zu erkennen.

Es streckte leider den Hals nicht, aber in Komination mit übermäßigen strecken der Beine ergab sich ein Bild was wir ber der Rasse nicht gern sehen.

SG 95 erhielt ein Tier (Nr.397) von Robert Bottin mit HV waagerechten Stand, Beinlänge und prächtiger Nackenfüllung. Es kam gerade noch etwas zu kurz in Brusttiefe und Augenrandfarbe. Auch SG 95 für ein Tier (Nr.400) von Jan Haas mit einem prächtigen kurzen und breiten Typ, kleine Wünsche in der Struktur verhinderte mehr. Ebenfalls SG 95 für einen jungen Täuber (Nr.403) von Rob Joosten mit einem gewaltigen Typ und fantatischer Struktur, ein fester Stand war der Wunsch. Ein Tier in (Nr.404) mit abfallenden Stand und Wünsche in der Struktur und Typ, G 91 war dann auch das maximale was erreichbar war. Das der Züchter bessere Tiere im Stall hat bewies der Nachbar mit SG 93 waagerechter Stand, feste Struktur. HV 96 kam Christoph Hasselmann zu gute ein hervorragenderJungtäuber, schöne breite Brust, horizontaler Stand und eine schöne Struktur. Der einzige Wunsch war das die Hinterpartie etwas kürzer hätte sein können. (Nr. 408/409) hatten keine Rassetypischen Merkmale um ein gutes Ergebnis zu bekommen, vielleicht das der Züchter auf diesem Weg mit besseren Tieren geholfen werden kann. Die drei letzten jungen Täuber in der Reihe waren Stück für Stück prächtige Tiere von Wimmer, Bottin und wiederum Hasselmann. Robert Bottin wurde als bester von diesem Trio mit HV 96 belohnt. Ein kleiner Wunsch die Augenrandfarbe. Bei den 11 alten roten Täubern waren verschiedene Tiere die es den Preisrichter sehr schwierig machte. Fantastische Qualität von Bottin 2 x SG 95 und HV 96, das Tier (Nr. 416) zeigte eine gewaltige Struktur mit breiter,tiefer Brust. Kleiner Wunsch im Stand fester. Lamers SG 95 und Ossenbrink HV 96 als bester Alttäuber war das Tier (Nr. 419) mit gewaltiger Struktur von Rob Joosten der V 97 bekam. Dieser Täuber wurde als bestes Tier der HSS heraus gestellt.   Herzlichen Glückwunsch!

12 junge Täubinnen mit wiederrum sehr schönen Tieren von den Zuchtfreunden Bottin und Wüllenweber wurden mit SG 95 belohnt. Schöne Jungtäubin von Ferdi Lamers (Nr. 434) mit festem horizontalem Stand breiter, tiefer Brust, prächtige feste und volle Nackenfüllung. Kleiner Wunsch war die Beinlänge. Was bei manchen Tieren in dieser Klasse auffiel das der Stand fester und waagerechter sowie das die Tiere den Hals besser strecken müssen. Einige waren dabei die sich agressiv zeigten.

Bei den 10 Alttäubinnen zeigte die beste Klasse in diesem Farbenschlag.

6 Tiere in der Reihe von Bottin SG 95, Lamers HV 96, Osssenbrink und Wüllenweber mit SG 94. Die zwei besten Täubinnen von Rob Joosten die sich kaum unterschieden wurden mit HV 96 und V 97 belohnt.

Bei so einer Qualität sind kleine Punkte die den Unterschied machen,

Typ und Stand war bei allen diesen Tieren von sehr hohem niveau, die Unterschiede wurden bei den Strukturpunkten gemacht.

Von dieser Stelle den Preisrichter Kollegen und Obmann Richard Kaesler einen herzlichen Dank!

 

Mit freundlichen Züchtergruß

Martin Treffers

 

Bericht zur Hauptsonderschau des Altholländischen Kapuziner Club 2010

 

Der Tradition des Clubs folgend wird unsere alljährliche Hauptsonderschau als Wanderschau in die verschiedensten Regionen unseres Landes vergeben.

So folgten wir in der letzten Schausaison der Einladung der Zuchtfreunde des Rassegeflügel-züchtervereins Lippstadt 1896 e.V. in die schöne Schützenhalle nach Eickelborn.

Auch wenn es für einige Zuchtfreunde wiederum ein recht weiter Anreiseweg war, so wurden sie doch durch eine herrliche Ausstellungshalle und herzliche Aufnahme für diese Wegstrecken voll entschädigt.

Zum zweiten Mal in Folge war uns auch der „Wettergott“ nicht sehr wohl gesonnen. Trafen wir uns 2009 im sehr verschneiten Bayern, so war es in diesem Jahr fast nicht ohne Schlauchboot zu machen.

Aber die Sache war es wert und so folgten 25 Zuchtfreunde dem Ruf aus Eickelborn und stellten 299 Kapuziner zur Schau.

Da wir hier im grenznahen Bereich waren, konnten wir auch drei niederländische, zwei belgische und einen französischen Zuchtfreund begrüßen. Sie stellten mit ihren Tieren eine gelungene Bereicherung dar und bestimmten nicht unerheblich den Zuchtstand.

Eine familiäre Aufnahme durch den gastgebenden Verein und ein gemütlicher Züchterabend rundeten dieses Schauereignis gekonnt ab. Unser Dank gilt daher noch einmal ganz herzlich dem Lippstadter Rassegeflügelzuchtverein. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Schön wäre es natürlich, wenn soviel Mühe in Zukunft bezogen auf unsere registrierte Mitgliederschaft durch mehr Aussteller honoriert werden würde. Denn das tierzahlmäßige Meldeergebnis verteilt sich auf zu wenige Züchter.

Der Sonderverein versucht durch das Wandern des Ausstellungsortes und der Vergabe an Schauen mit moderatem Standgeld hier positiv entgegenzukommen.

Nicht zuletzt sei hier auch einmal unseren Sonderrichtern Dank gesagt, die für einen minimalen Beitrag diese Aufgabe im Sinne des Clubs erfüllen.

Nun aber zu den Tieren.

Den Reigen eröffneten wie vorgegeben unsere schwarzen Kapuziner. Mit 17 Tieren kein berauschendes Ergebnis für diesen Farbenschlag. Hier hatten wir schon mehr. Waagerechte Haltung und ansprechender Typ war mehrheitlich gegeben. Tiere mit zu loser Struktur oder matter Farbe wurden zurückgestuft. Gefallen konnte die harmonische Alttäubin aus der Zuchtstätte Wüllenweber und dicht folgend eine Jungtäubin von unsern Zuchtfreund Bottin aus Frankreich sowie ein weiterer Alttäuber ebenfalls von Zuchtfreund Wüllenweber.

Die unser Sonderrichter Richard Kaesler vorgestellten dunfarbigen Tiere entsprachen nicht dem vorjährigem Zuchtstand. Hier fehlten die Tiere von Zuchtfreund Ernst Glaser. Erfreulich aber die wiederholte Anwesenheit dieses Farbenschlages aus mehreren Zuchten. Aber nochmals, nicht jede Farbkreuzung ist dunfarbig. Typhaft die gezeigte Jungtäubin von Zuchtfreund Twan Wagner aus den Niederlanden.

Der rote Farbenschlag präsentierte sich mit immerhin mit 65 Tieren unser Sonderrichter Bernd Kirchner. Dies war in den letzten Jahren nicht immer so. Um so erfreulich, das auch die Ausgeglichenheit überwiegend stimmte. Die unsäglichen und dem Farbenschlag schädigenden Diskussionen zur Farbe scheinen der Vergangenheit anzugehören. Wir wollen laut Standard eine reine und intensive Farbe. Nicht mehr und nicht weniger. Ob sich das Tier etwas heller oder dunkler im Farbton zeigt ist untergeordnet. Deshalb werden Tiere mit Saum oder blauen Farbtönen zurückgestuft und somit dem Standard genüge getan.

Viele Tiere mit ansprechender Standhöhe und waagerechter Haltung sowie mit feiner Halslänge und fester Struktur wurden hier gezeigt. Mit dreimal V97 und zweimal hv96 war Zuchtfreund Bottin der dominierende Züchter. Weitere Hv-Tiere zeigten die Zuchtfreunde Joosten und Lamers, beide aus den Niederlanden.

Unser sonstige Paradefarbenschlag Gelb zeigte sich nur mit 59 Tieren und wurde durch mich bewertet. Auch hier haben wir es mit helleren oder dunkleren Farbnuancen zu tun. Wichtig auch hier kein Saum und keine Fremdfarbeinlagerung zuzulassen. Auffällig war, dass ein Teil der Tiere nicht an die Standhöhe der roten herankam. Auch muss vermehrt auf Tiere mit zu starker Abwehrhaltung geachtet werden. Diese Tiere zeigen sich einfach nicht und sind daher schwer zu beurteilen. V97 zeigte Zuchtfreund Wüllenweber einen feinen Jungtäuber. Immer zu gefallen wusste die feine Alttäubin von Zuchtfreund Lamers, welche nachher auch zum Champion gekürt wurde.

Auch hier zeigte Zuchtfreund Bottin mit zweimal hv96 die gegenwärtige Stärke seiner Zucht.

Harmonisch auch die Hv-Tiere von den Zuchtfreunden Wüllenweber 1x, Lamers 2x, Kaesler und Golzbuder je 1x.

Zuchtfreund Kaesler oblag es bei den bindigen Farbenschlägen die Spreu vom Weizen zu trennen. Mit 29 Tieren in dieser Kategorie ein durchschnittliches Ergebnis. Diese teilten sich in 9 blaue, 4 blaufahle, 2 rotfahle und 14 gelbfahle Kapuziner auf. Während der Typ und die Farbgebung schon recht gut vereinheitlicht wurde, zeigten einige Tiere noch Wünsche in der Ausgereiftheit und Festigkeit des Gefieders auf Grund ihres jungen Alters. Diese mussten zu recht zurück gestuft werden. Denn bewertet wird was im Käfig steht und nicht was eventuell daraus einmal wird.

Bei den Blauen schaffte es nur eine Alttäubin von Jarchow auf sg95.

Die vier Blaufahlen alle im sg-Bereich von nur einem Aussteller Zuchtfreund Häusler. Auch hier war eine Alttäubin mit sg95 am höchsten bewertet. Nur zwei Rotfahle von Zuchtfreund Berkenbosch aus Belgien, einmal sg95, widerspiegelten nicht den gegenwärtigen Zuchtstand in diesem Farbenschlag. Hier fehlten einfach die prägenden Zuchten.

14 gelbfahle schon etwas erfreulicher mit feinen Typen von Zuchtfreund Joosten NL der mit 1x V97 und 2x hv96 auch unangefochtener Favorit in diesem Farbenschlag war.

Erfreulich die prima Kollektion in getigert mit immerhin 61 Vertretern. Das sieht man nicht alle Tage. Herzlichen Dank an die Züchter. Nur wer sich einmal damit beschäftigt hat, kann beurteilen, was diese Zahl bedeutet, wenn man die enorme Ausfallquote durch Zeichnungsfehler in dieser Spielart kennt. 21 Schwarztiger mit freiem Stand, waagerechter Haltung und überwiegend fester Struktur machten unserem Zuchtfreund John Hartman aus den Niederlanden die Bewertungsaufgabe nicht leicht. Dominierende Zucht war mit 1x v97 und 3x hv96 die von unserem Zuchtfreund Häusler. Sehr gefestigt im Moment auf mehrere Zuchten die aparten Rottiger. 20 Tiere konkurierten hier um die Punkte. Feine feste Strukturen, welche zum Teil bei den Hauptfarbenschlägen zu suchen sind. Auch die Farbverteilung ist wesentlich einheitlicher geworden. Satte Grundfarbe, ohne Schimmelfedern ist mittlerweile ein „Muss“ um in die Punkte zu kommen. 1x V97 und 1x hv96 gingen an Zuchtfreund Beele, sowie 1x hv96 an Zuchtfreund Golzbuder.

Den Abschluss in dieser Variante bildeten immerhin 20 Gelbtiger. Hier galt gleiches wie für die gezeigten Rottiger. So konnte SR Kaesler mit 1x V97 auf eine feine Alttäubin von Zuchtfreund Lamers NL und 1x hv96 auf eine Jungtäubin von Zuchtfreund Golzbuder zwei würdige Vertreter herausstellen.

Den Abschluss unserer Hauptsonderschau bildeten 56 einfarbig weiße Kapuziner, welche Zuchtfreund Hartman zu bewerten hatte. Da wir hier keine Schwierigkeiten in Bezug auf das dem Kapuziner eigene Zeichnungsbild haben, müssen schon allerhöchste Anforderungen an Typ und Struktur gestellt werden, um in die Punkte zu kommen. Große Probleme bereiteten hier oft noch die Federfestigkeit. Aber auch einfach zu tief stehende und mit zu wenig Halslänge ausgestatte Tiere waren zu sehen. Diese mussten dann auch entsprechend zurückgestuft werden. Mit 2x V97 und 1x hv96 führte Zuchtfreund Schneider das Feld an.

Ihm folgte Zuchtfreund Ossenbrink mit 1x V97 und 2x hv96, sowie Zuchtfreund Bertram mit 2x hv96.

Nun noch ein Wort alle Farbenschläge betreffend. Während der Bewertung und in der dadurch resultierenden kameradschaftlichen Absprache unter den Preisrichtern ist ein gravierendes Problem in unseren Zuchten aufgefallen. Dies ist die sich stark verschlechternde Augenfarbe. Die gut gemeinte Formulierung im Standard „unreines Perlauge“ darf nicht ausgenutzt werden. Ein Kapuziner wirkt nun einmal erst vollendet mit einem hellem klaren Auge und einem möglichst roten Rand. Das strahlt Vitalität und Lebensfreude aus.

Dunkle, graue oder rote Augen gehören nicht in die Zucht. Hier wird und muss sowohl in der Zucht aber auch in der Bewertung in Zukunft mehr selektiert werden müssen. Dies soll keine „böse Drohung“ sondern ein gut gemeinter und der Zucht dienender Rat sein.

Ich persönlich möchte allen Zuchtfreunden für 2011 „volle Nester“ und eine glückliche Hand bei der Verpaarung wünschen.

Gerne habe ich versucht, gemeinsam mit Ihnen die letzten Jahre etwas zur Verbesserung der Zucht beizutragen.

 

Ihr/Euer

Zuchtfreund Norbert Jarchow

 

Schaubericht zur Lipsia-Schau Leipzig am 03.-05. Dezember 2010

 

Die Anreisebedingungen zur Einlieferungstag und am Bewertungstag waren besonders durch hohen Schneefall erschwert, daher auch den Dank an die Aussteller, welche alle Käfige besetzten.

Die letzten Preisrichter waren am Bewertungstag 13.00 Uhr noch nicht eingetroffen. (Aussage des AL an mich persönlich)

Vorwiegend sächsische Kapuzinerzüchter (Ausnahme Zfd. A. Kunzler) brachten 68 Tiere in die Käfige.

Zu Beginn zeigten sich 10,12 Schwarz. Weitgehend kurze Typen mit fester Strukturfeder, satter Farbe, roten Augenränder und waagerechter Haltung. Feine Vertreter von J. Reich 2 x V und HV, sowie A. Kratz HV.

2,0 Rot, wovon 1,0 jung gefallen konnte.

9,5 Gelbe Rassevertreter, teils im hohen SG Bereich.

Vielfach fehlte eine feste und glatte Feder, Standhöhe und Randfeuer. ZG Barton mit HV.

3,3 Tiere in Blau mit schwarzen Binden und ein 1,0 Schwarztiger von R. Awe. Typ und Struktur SG, aber weiterhin Probleme in der Randfarbe und sehr lebhaften Wesen, welche eine höhere Note nicht zuließen.

Die 5 verschiedenen fahlen Vertreter von durchschnittlicher Qualität.  L. Lattermann auf Rotfahl SG 95.

3,2 Rottiger aus bekannter Zucht von A. Kunzler in hoher SG Qualität, jedoch das Spitzentier war nicht zu erkennen.

Abschließend 4,9 Vertreter im weißen Farbenschlag, mit überdurchschnittlichen Bewertungsnoten.

Jedoch im Typ etwas kräftiger, mehr Federfestigkeit und lebhafte Ränder.  0,1 alt  HV an ZG Barton.

Abschließend mein besonderer Dank an den Obmann H.-D. Ratzki für die gute und freundliche Zusammenarbeit.

Dies war ja in den letzten Jahren in Leipzig nicht immer so.

Obwohl Leipzig immer eine Reise Wert ist.

 

Euer Zuchtfreund Bernd Kirchner

 

   

Moezelaarschau am 18. Dezember 2010

 

Die Gaststätte „In de Oude Bowling“ in Schaijk, auch Versammlungslokal der JHV des niederländischen Clubs, war diesmal Austragungsort des Moezelaar-Tags.

Seit 1975 wird dieses Event mit den Altholländischen Mövchen durchgeführt.

Dieses Jahr war es außerdem der 75.Geburtstag des Erzüchters unserer Rasse, Henk Moezelaar.

Aussteller waren u.a. die Zfrd. Bertram, Bottin, Häusler, Wüllenweber, Snijders, Kuster, Schoonenberg, Wagener, Lamers, M. van Uden,

Jan Haas, J. de Wit und H. Knechten.

Durch die winterliche Witterung bedingt, waren einige Zfrd. ausgeblieben, so dass von den 130 gemeldeten Tieren noch 92 Tiere in den Käfigen standen.

Die Farbenschläge Weiss, Schwarz, Rot, Gelb, Dun, Blau, Blaufahl,  Schwarzgetigert, Gelbgetigert und Gelbfahl waren trotzdem in guter Qualität präsent.

In Weiss präsentierte Bertram 1x96 und 3x95 Punkte, in Schwarz war Wüllenweber mit 2x96 Punkten vorn, dazu je 1x95 Punkte an Wagener und Comb./Schrijk/van Uden.

Die Roten waren von sehr guter Qualität: Joosten 97 Punkte (Champion) und 1x96 Punkte, des weiteren Lamers 2x96 Punkte. In Gelb die Spitzentiere mit 97+96 Punkten an Haas, 1x96 Punkte Lamers.

Dun: für Twan Wagener gab es auf 4 Tiere 1x96, 1x95, 1x94 und 1x93 Punkte.

Blaue: Scheeres und Haas je 96 Punkte.

Blaufahl: Scheeres 2x94 Punkte.

In Schwarztiger zeigte Häusler seine ganze Qualität: 1x97, 2x96 und 4x95 Punkte.

Eine Alttäubin von Lamers erreichte in Gelbtiger 97 Punkte. Zum Schluss die Gelbfahlen mit 1x97, 2x96 und 2x95 Punkten an Joosten. Dazu noch 1x95 Punkte an Haas.

Als Preisrichter fungierten unsere Zfrd. Joosten, Hartman, Snijders und Kaesler. Die Preisrichter fungierten ehrenamtlich und trugen so zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Während der Bewertung gab es einen hervorragenden Lichtbildervortrag von Dick Hamer.

 

Es war ein angenehmer Tag im Kreise von Gleichgesinnten.

 

Richard Kaesler

 

VDT- Schau in Erfurt vom 27.-29.Nov.2010

 

Am letzten Wochenende des Novembers trafen sich die Taubenzüchter des VDT wieder einmal in Erfurt mit einem guten Meldeergebnis von 130 Alth. Kapuzinern in 7 Farbenschlägen und ein nicht anerkannter, unter ca. 22.500 Tauben.

Den Anfang von 84 Nr. wurde in Schwarz, Rot, Gelb, Blau mit schwarzen Binden und Schwarzgetigert mir zugeteilt.

Den Rest von 46 Nr. bekam Richard Kaesler zu bewerten.

Vor der Bewertung um 6.30h gingen Richard und ich die ausgestellten Tiere zusammen durch.Es wurde festgestellt, dass einige Tiere unreines Gefieder und stark rote Augen zeigten.

Der durchschnittliche Notenspiegel der 84 Tiere lässt sich dahin erklären, dass nur wenige Tiere in allen wesentlichen Rassemerkmalen überzeugen konnten. Feinen Vertretern in Figur, Stand, Haltung, offene und breite Kappen sowie Strukturaufbau, standen andererseits solche mit etwas losem Nackengefieder, leicht abfallender Haltung, zum Teil etwas breite Augenränder und Augenschirme gegenüber.

Es sollte künftig verstärkt auf reinere Augen und Gefiederreinheit (weiß sollte auch weiß sein) so auch die Schnabelhaltung

(nicht Niedersichtigkeit) mehr Wert gelegt werden. Das verdeutlicht den Trend und erklärt den Handlungsbedarf.

Es waren wirklich schöne typhafte Tiere dabei, aber die roten Augen waren eben nicht in Ordnung.

Bei den 24 Schwarzen fehlte das alles überragende Tier, in Haltung, Struktur und Augenreinheit.

>hv96 erreichte Markus Wimmer mit 0,1 Jung.

8 Rote passten sich dem Niveau der Schwarzen Verwandtschaft nahtlos an, dazu kamen noch haarige Federn in der Struktur und im Bindenbereich. Ossenbrink und Wüllenweber erreichten die Note >sg95<.

Die 30 Gelben zeigten zufriedenstellende Durchschnittsqualität in Stand, Figur und breite, offene Kappen dazu der Halskragen und Kopfschnitt. Verbessert werden müsste noch bei einigen die Haltung, Augenreinheit und das festere bzw. scheitelndes Nackengefieder (die Rosetten sollten dem Hals entlang laufen). Wilhelm Wüllenweber errang die Note >V97< auf 1,0 alt; >hv96< ging an Gudrun Reif und Heinz Georg Ossenbrink.

13 Blaue mit schwarzen Binden konnten nicht alle direkt überzeugen, außer zwei Ausnahmen die nach dem derzeitigen Zuchtstand gefielen.

Erfreulicherweise konnten die Blauen in Figur und Haltung gefallen, sowie mit breiten, offenen Kappen. Diesem Anspruch konnten vor allem die Jungtiere bis zum gehobenen Durchschnittsniveau gerecht werden. Die Gründe lagen oft im weniger straffen Nackengefieder, tiefer sitzender Kappenansatz, waagerechter in Haltung, Farbreinheit und auslaufende Binden. Es sollte verstärkt auf die Halslänge, reinere Augen und die Standhöhe geachtet werden.

Die Note >V-97<ging an Gerald Klarwein und >hv96< an Reiner Awe >hv96<.

Zum Schluss meiner Bewertungsarbeit standen 9 Schwarzgetigerte die figürlich zu den Gelben aufgeschlossen haben. Trotz gutem Stand und Haltung sowie breite Kappen und Halskragenfeder, sollte vermehrt an feinerem Rand, Farbverteilung und geschlosseneres Nackengefieder geachtet werden. Ganz besonders wie am Anfang erwähnt habe ich noch nie so unreines Gefieder (schmutziges Gefieder) bei Tauben gesehen. Vermutlich waren diese noch als Zuchtpaare zusammen im Schlag. Siegfried Häusler erreichte die Note >hv96<.

 

Hermann Richter

 

59. Deutsche Rassetaubenschau Erfurt

 

Meine Bewertungstätigkeit erstreckte sich auf 9 Rottiger, 4 Tiere in der AOC-Klasse und 35 Weiße.

Die 6 Jungtäuber mit dem Spitzentier von Kunzler (V-EB): freier Stand, langer Hals, prima Zeichnung. Insgesamt zeigten die Tiere die verlangten Rassemerkmale. Bei einigen wurde eine festere Struktur angemahnt, bei einem Tier mangelte es an der Grundfarbe (vielleicht ein Kreuzungtier). Ein farbiger Schenkel hätte geputzt werden können. Bei den 3 jungen Täubinnen fehlte die feste Nackenstruktur.

Bei Tigern ist die korrekte Farbverteilung auch wichtig.

Bei kippender Kappe blieb nur die Note g übrig.

16 Jungtäuber in weiß von 6 Ausstellern. Von sg 95 bis b war alles vorhanden. Die 95er Noten teilten sich Wimmer (2x) und Blase. Ein Alttäuber von Bertram ebenfalls 95 Punkte. Die Rosetten wurden öfters angesprochen, sie waren teilweise noch unfertig. Den g-Tieren mangelte es an Typ, Haltung und Federfestigkeit. Auch war die Augenfarbe  ein Thema. In Zukunft sollte auch die Schwingenlage (Rückendeckung) ein Thema sein. Die etwas unruhige Deckenfeder (Flöckchen) ist in Zukunft ebenfalls ein Thema.

Die 19 Täubinnen im Durchschnitt mit hoher Benotung. Nur 4 g-Noten für tiefsitzende Kappe, Scheitelung oder dünne Nackenstruktur.

Im übrigen präsentierten sich die Täubinnen mit typischer Haltung, korrekter Struktur, offener Kappe und fester Feder. Herausragend und mit festem Stand das v-Tier von Blase. Auch das hv-Tier vom selbem Aussteller war hochwertig (Kappe etwas offener). Des weiteren noch 95er Tiere von Bertram, Ossenbrink und Blase (2x). Die 4 AOC-Tiere in Silber entsprachen zwar dem Typ, aber nicht der Farbzeichnung. Nach Rücksprache mit dem Obmann wurden die Tiere aufgrund der Bindenzeichnung mit n.a. bewertet. Außer beidseitiger Kopfzeichnung bei einem Tier wurden die übrigen 3 Vertreter nach rassespezifischen Merkmalen wie Typ, Haltung und fester Feder bewertet.

Der Kappensitz ließ teilweise zu wünschen übrig.

 

Zuchtfreund

Richard Kaesler

 

Nationale Bundessiegerschau in der Messehalle Frankfurt a.M. vom 17.- 19.Dez.2010

 

Der einreihige Käfigaufbau mit weiten Gängen war in Ordnung. Die Käfigböden waren mit Wellpappe ausgelegt was nicht ganz den Anforderungen entsprach um die Feuchtigkeit vom Kot aufzusaugen.

Ansonsten war es eine schöne und kalte Ausstellung.

Unter ca.23.000 Tieren standen 81 Alth. Kapuziner in den Farbenschlägen: 6 Schwarze, 7 Dunfarbige, 16 Rote, 21 Gelbe,

2 Blaufahle, 2 Gelbfahle, 6 Rotgetigerte, 5 Gelbgetigerte und 16 Weiße.

Der Typ hat sich wie man sieht soweit gefestigt, so auch die Haltung, der rote Rand, die offene, breite Kappe und der Halskragenaufbau der zumeist an der unteren Seite geschlossen war.

An strafferem Nackengefieder, sowie der Augenfarbe muss noch gearbeitet werden. Die Niedersichtigkeit (Schnabelhaltung) sollte in Zukunft nicht außer Acht gelassen werden, was ich nicht beanstandet habe.

Die Note „hv“ errang Heinz-Georg Ossenbrink auf 0,1 Rot und auf 1,0 Gelb „V-FV“ sowie „hv-E“ auf 0,1 Gelb.

Das (SB) Siegerband ging auf 0,1 alt Gelb an Gerald Klarwein.

Kurt Hauke errang mit 1,0 Rotgetigert „hv-E“. Bei den Weißen wurde Norbert Schneider auf 0,1 Jung mit V-FB und Markus Wimmer auf 1,0 Jung mit „hv-E“ beschert.

Mein Glückwunsch an alle die auch mit sg95 und 94 abgeschnitten haben.

Bei meinen Ausführungen gilt das Gleiche wie auf der VDT-Schau in Erfurt.

 

Hermann Richter

 

Bayerische Landesschau 2010 in Straubing

 

Mit dem Meldeergebnis von 50 Altholländischen Kapuziner auf der diesjährigen Bayerischen Landesschau, welche vom 19. – 21.11.2010 im niederbayerischen Straubing stattfand, konnte man mehr als zufrieden sein. Für den sehr professionellen Ablauf zeichnete der Dingolfinger Geflügelzuchtverein.

Den Anfang machten 7 Tiere in dem immer beliebteren Farbenschlag Dun, die in fast ausschließlich hoher Qualität zu sehen waren. Vorwiegend kräftige, kurze Typen mit sehr guter Standhöhe und hervorstechendem Auge wurden von Ernst Glaser vorgestellt.  Abstufungen erfuhren Tiere mit unfertigem Nackengefieder oder zu geringer Stirnbreite. Zu Recht wurde die 0,1 jung mit der Höchstnote belohnt, wenngleich der 1,0 alt dieser in keiner Weise nachstand.

Es folgten 14 in Rot aus 3 Zuchten. Diese zeigten sich doch in zum Teil sehr unterschiedlicher Qualität. Zum einen standen Tiere, die durch Typ, Stand und Haltung gefielen, zum anderen wurden Tiere mit anhängender Kopfzeichnung, unkorrektem Rosettenverlauf oder mangelnder Augenfarbe abgestraft. Hv erhielt die Jungtäubin von Englert, welche bei vollerem Nackengefieder der Höchstnote sehr nahe war. Mit sg 95 wurden die beiden Jungtäubinnen von Englert und Hauke belohnt.

Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren wieder einmal die Gelben (25). Die geforderte Standhöhe, die waagerechte Haltung, ein helles Auge samt rotem Rand, die passende Halslänge bei fester Nackenstruktur und entsprechender Kappenhöhe waren bei diesem Farbenschlag ein Muß! Tiere mit abfallender Haltung, haarigem Schildfederansatz oder anhängender Kopfzeichnung hatten keine Chance. Auch sollte in Zukunft mehr auf den Rosettenverlauf geachtet werden. Witterungsbedingt wurde das zum Teil offene Nackengefieder moniert. Herausgestellt wurde in diesem Farbenschlag eine mit V bewertete Jungtäubin von Klarwein. Gleicher Züchter erhielt auf 2,0 jung und 1.0 alt hv.

Sehr ansprechend waren wiederum die mit je 2,0 alt vertretenen Rot- und Gelbtiger von Einzelaussteller Kurt Hauke. Sie gefielen vor allem durch ihren kompakten Typ mit waagerechtem Stand, sowie ihren bestechenden Augen. Trotz den bekannten Zuchtschwierigkeiten waren alle in sehr schöner Tigerung zu sehen. Als verdienten Lohn erhielt ein Rottiger hv. Die monierte Haltung konnte nicht geteilt werden, wenngleich Wünsche im Wesen berechtigt gewesen wären. Auch der am Schluß stehende und mit sg 95 bewertete Gelbtiger war von seiner Qualität der Höchstnote sehr nahe.

Insgesamt gesehen war die Präsentation mehr als zufriedenstellend. Beeindruckend war die sehr gute Qualität der ausgestellten Tiere, was auch die verhältnismäßig hohen Bewertungsergebnisse gerechtfertigte. In allen Farbenschlägen waren Spitzentiere ausgestellt, was es dem amtierenden Preisrichter Wolfgang Müller nicht einfach machte Abstufungen vorzunehmen. Wir können nur hoffen, dass wir unsere „Kapuziner“ sowohl in dieser Qualität wie auch Quantität auf den nächsten Landesschauen im „Süden“ wiedersehen.

 Zuchtfreund Gerald Klarwein

 

Schaubericht zur 129. Deutsche Junggeflügelschau

23.-24.10.2010 in Hannover

 

Leider hatten nur zwei Clubmitglieder 16 Kapuziner auf der Deutschen Junggeflügel-schau gemeldet, das an dem frühen Termin gelegen hat!

Dann einen Sonderrichter einzusetzen ist dann ein Problem.

Dieses Jahr waren die Altholl. Kapuziner mir vom Ausstellungsleiter zugeteilt worden.

Die 1,2 Roten  SG 95 Z für H.-G. Ossenbrink auf ein 1,0 Jung der noch etwas ausgereifter  im Gefieder hätte sein können.

Die 1,1 Gelben HV 96 MB für H.-G. Ossenbrink auf einen 1,0 jung ein Täuber der sich prima präsentierte in Typ, Stand, Hals, Beinlänge und Struktur. Das Messeband war der verdiente Lohn.

Die 6,5 Weißen HV 96 E für H.-G. Ossenbrink auf einen 1,0 Jung.

Auffällig war bei den Weißen das lose Gefieder was sich auf den Flügeldecken schon lockig zeichte.

2 X SG 95 Z für Herbert Mai auf 0,1 Jung und Alt.

Die Schwarzen im Zuchtbuch von Herbert Mai mit V 97/ HV 96 BLP bewertet war ein gutes Ergebnis für beide Züchter.

 

Auhagen, Oktober 2010

Johannes Bergman