Jungtierbesprechung Süd 2016

 

Die Jungtierbesprechung Süd fand am 18.09.2016 um 11.00 Uhr in Maihingen statt. 12 Kapuziner-Züchter waren der Einladung gefolgt, von denen nicht alle Jungtiere mitgebracht hatten. Leider ist die Anzahl von Zuchtfreunden in den letzten Jahren auf diesem niedrigen Niveau stagniert. Eventuell sollte über eine andere Gestaltung der Jungtierbesprechung nachgedacht werden, um mehr Aufmerksamkeit zu wecken.

 

Der Zuchtwart begrüßte im Namen des Clubs alle Anwesenden und besonders den 1. Vorsitzenden vom GZV Maihingen, Anton Lauter, der zusammen mit seinen Vereinskollegen der Jungtierbesprechung wieder einen ansprechenden Rahmen verliehen hat. Die Käfige waren schön aufgebaut und in der hellen Ausstellungshalle konnten alle Tiere angemessen besprochen werden. Um 12.00 Uhr war zum Essen geladen. Wie immer hat es sehr gut geschmeckt und alle gingen zufrieden zur Tierbesprechung.

 

Es wurden 5 schwarze, 6 dun, 14 rote, 22 gelbe, 5 blaue, 1 blaufahles Tier, sowie 3 gelb-, 1x rot- und 1x schwarztiger, 1x weiss und einige Farbkreuzungen vorgestellt. Die Preisrichter Werner Reischl und Willi Günther waren so freundlich, unsere Tauben zu besprechen. Das lange Spätsommerwetter mit den ungewöhnlich hohen Temperaturen hat die Mauser um 3 – 4 Wochen verzögert und so mussten etliche Tiere noch bis zu 5 Schwingen schieben.

 

Die 5 schwarzen Kapuziner, besprochen von Werner Reischl, präsentierten sich alle sehr kräftig. Die Zeit der kleinen und etwas schwachen Tiere dieses Farbenschlages scheint vorbei zu sein. Die 4 mal 1.0 zeigten alle schöne Standhöhe und Halslänge, die 0.1 konnte bei diesen Attributen nicht konkurrieren. Das beste Tier dieser Kollektion stammte von Norbert Schneider.

 

Bei den 6 dun war die Farbe, bis auf einen Vertreter, sehr gleichmäßig. Die Täuber waren kräftig mit sehr guter Hals- und Beinlänge, die Täubinnen etwas schwächer, aber absolut noch im Rahmen. Einige Tiere hatten einen etwas hellen Augenrand und der Kopfschnitt war nicht immer sauber. Das schönste Tier bei den dunfarbigen war ein 1.0 von Leo Englert.

 

Dann übernahm Willi Günther die Aufgabe der Tierbesprechung. Die 14 roten Tauben zeigten, dass die Probleme in diesem Farbenschlag noch lange nicht überwunden sind, obwohl sie im letzten Jahr den Anschein gemacht hatten. Zu weiche haarige Federn in der Bindengegend und in der Struktur entwerten selbst ein schönes, hoch stehendes Tier mit guter Halslänge. Dunkle Augenfarbe, helle Ränder, abfallende Rückenlinien, schlechte Flügellage – einige Tiere zeigten einen geringen Zuchtwert. Das beste Tier der roten, eine 0.1, präsentierte Holger Entzel.

 

Werner Reischl machte mit den 22 gelben weiter und stellte die Vorzüge dieses Farbenschlages heraus, wie feste Federn, gleichmäßige Farbe, abgedeckte Rückenpartie und waagrechte Haltung. Wünsche bei einigen Tieren waren etwas mehr Standhöhe und Halslänge. Unter 5 fast gleichwertigen Tieren entschieden sich beide Preisrichter für einen Täuber von Ernst Glaser als schönstes Tier.

 

Dann ging es mit den blauen und blaufahlen weiter. Ein 1.0 von Gerald Klarwein mit sauberer Schildzeichnung, guten Binden, schöner Standhöhe und Halslänge wurde von Willi Günther herausgestellt. Der andere 1.0 hatte eine unreine Schildfarbe, einige Täubinnen noch Probleme mit der Augen- und Augenrandfarbe. Das eine blaufahle Tier war etwas zu schwach.

 

Bestes Tier bei den Tigern war ein 1.0 gelbtiger von Holger Entzel. Die schwarztiger Täubin müsste sich besser präsentieren, der rottiger hatte etwas zuviel Schimmelfedern, aber einen sehr guten Typ. Gelbtiger mit sehr wenigen farbigen Federn sind wohl keine Tiger mehr. Es werden vielleicht noch weisse. Ein weisses Tier hatte Probleme in der Struktur.

 

Ausserdem waren noch drei Farbkreuzungen zu bestaunen. Zwei sahen fast wie gelbschimmel aus. Sie stammen von gelb- und duntiger ab. Ein kupferfarbiger, der aus dun und schwarz stammt, war ein Tier mit absolutem Zuchtwert.

 

Alle herausgestellten Tauben wurden in separaten Käfigen nebeneinander gestellt und die Anwesenden wählten das beste Tier aus. Die Wahl fiel auf den blauen 1.0 von Gerald Klarwein. Ich gratulierte und übergab ihm einen Erinnerungsteller mit schönem Kapuzinermotiv darauf.

 

Anschliessend versammelten wir uns in der Vereinsgaststätte zu Kaffee und Kuchen. Gerald Klarwein umriss die JHV mit der Wahl von Fritz Holler zum Kassier im AhKClub, weiter berichtete er über die Aktivitäten des Clubs auf der VDT-Schau anlässlich des 50jährigen Jubiläums und der Goldenen Taube in Leipzig. Danach bedankte ich mich bei den beiden Preisrichtern Werner Reischl und Willi Günther mit einem Präsent und wünschte allen viel Erfolg bei den Ausstellungen und einen guten Heimweg.

 

 

Ernst Glaser

Zuchtwart

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