Jungtierbesprechung Süd 2017

Am 17.09.17 trafen wir uns zu unserer Jungtierbesprechung um 10.30 Uhr in Maihingen. In diesem Jahr hatten wir uns etwas Neues zur Gestaltung der Jungtierbesprechung ausgedacht. Wir konnten H. Richter für einen Vortrag gewinnen und der Zuchtwart E. Glaser zeigte das Putzen der Struktur am Tier. Damit wurde auch die Jungtierbesprechung beworben. G. Klarwein lud alle Mitglieder aus dem südlichen Landesteil per E-Mail, telefonisch und sogar persönlich dazu ein. Außerdem stand der Termin auch auf unserer Internetseite. So waren wir guter Dinge, daß sich jeder angesprochen fühlte und es zu einer zahlreichen Teilnahme kam. Leider war das nicht so. 11 Zuchtfreunde waren der Einladung gefolgt und wir mussten ernüchtert feststellen, daß sich die Zuchtfreunde im Süden nur teilweise angesprochen fühlen.

 

G. Klarwein begrüßte alle Anwesenden, insbesondere den Sonderrichter H. Richter und den Preisrichter W. Reischl, sowie die Verantwortlichen vom GZV Maihingen auch im Namen der Vorstandschaft des Kapuziner-Clubs.

 

Zum Lichtbildvortrag von H. Richter: Seine Themen waren die Vererbung, das Fertigmachen zur Ausstellung, das Putzen, Selektieren schon als Nestjunge, Ausschlussfehler, Gefieder- und Skelettanomalien. Nach dem einstündigen Vortrag hatte jeder einige neue Erkenntnisse gewonnen und vielleicht das ein oder andere in seiner Zucht und bei seinen Tieren zu hinterfragen.

 

Danach wurde das Mittagessen von den Mitgliedern des GZV Maihingen gereicht. Gestärkt ging es nun zu unseren Tieren. Zuerst zeigte der Zuchtwart E. Glaser das Putzen der Struktur am Tier.

 

Zur eigentlichen Besprechung haben die anwesenden Zuchtfreunde 4x schwarz, 11x dun, 17x rot, 21x gelb, 6x blau, 2x blaufahl, 1x rotfahl, 1x gelbfahl, 3x rottiger, 2x gelbtiger, 1x duntiger und 4x weiß mitgebracht. H. Richter begann mit den 4 schwarzen. Die drei 1.0 zeigten alle schöne kräftige Typen, kurz und waagerecht. Die 0.1 sollte kräftiger sein und den Hals besser strecken. Ein 1.0 von L. Englert wurde herausgestellt. Die 11 dun hatten einen sehr guten Stand, auch Hals- und Beinlänge sowie die Augenfarbe waren in Ordnung. Einige Tiere sollten in der Farbe gleichmäßiger sein, sie zeigten etwas Säumung. Hier hatte ein 1.0 von E. Glaser die Nase vorn. W. Reischl übernahm anschließend die 17 roten. Wieder Licht und Schatten bei diesem Farbenschlag: Feste und weiche Federn in der Struktur wie in der Bindengegend wechselten sich ab, Hals- und Beinlänge waren meist ausreichend vorhanden. Ein Tier mit Dachschwanz war dabei und auch mit der waagerechten Haltung hatten doch einige zu kämpfen. Am stärksten fielen bei diesem Farbenschlag die dunklen Augen und meist hellen Augenränder auf. Das schönste Tier hier war ein 1.0 von G. Klarwein. 21 gelbe zeigten sich mit verbesserter Standhöhe sowie guter waagerechter Haltung. Die Feder war auch nicht mehr so haarig wie in den vergangenen Jahren. Augen und -rand wären dann doch noch verbesserungswürdig, aber nicht so stark wie bei den roten. Auffällig waren der zu tiefe Kappensitz sowie der ungleichmäßige Kappenaufbau. Auch die seitliche Halsstruktur war bei einigen unterbrochen. Das beste Tier, eine feine 0.1 von H. Entzel, fiel in dieser Kollektion auf. H. Richter hatte dann unsere förderungswürdigen Farbenschläge zu beurteilen: blau, blaufahl, rotfahl und gelbfahl. Vorneweg, das beste Tier war eine 0.1 von W. Reischl, die einen super Typ, langen Hals und Beine zeigte. Etwas mehr Brustfülle und ein ein besserer Augenrand wären wünschenswert, können sich ja aber noch entwickeln. Die anderen bindigen hatten zum Teil Probleme mit der reinen Farbe auf dem Flügelschild und mit der Bindenführung. Insbesondere fiel die meist lockere Nackenstruktur auf. Zuletzt standen die 4 weißen an. Leider waren sie insgesamt etwas zu schwach. Die Feder war fest, 2 Tiere hatten schöne Augen und -ränder. Das beste Tier war eine 0.1 von D. Regg.

 

Die herausgestellten Tauben wurden nebeneinander gestellt und die Anwesenden wählten das beste Tier aus. Der Sieg ging an die gelbfahle Täubin von W. Reischl. Ich gratulierte ihm und übergab einen schönen Erinnerungsteller mit Kapuziner-Motiv.

 

Ein paar Züchter brachten auch einige Tiere für die Tauben-Börse mit und so wechselten manche Tiere den Schlag. Nach der Jungtierbesprechung versammelten wir uns wieder im Vereinsheim zu Kaffee und Kuchen. G. Klarwein berichtete von der Sommertagung und lud zur HSS ein. Anschließend bedankte ich mich bei den beiden Preisrichtern für ihre geleistete Arbeit und übergab jedem ein Präsent. Allen Anwesenden wünschte ich viel Erfolg mit ihren Tauben und einen guten Nachhauseweg.

 

Zuchtwart Ernst Glaser

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