Jungtierbesprechung Süd 2018

Am 16.09.2018 trafen sich die Altholländische-Kapuziner-Freunde aus dem Süden um 10.30 Uhr in Maihingen zur Jungtierbesprechung. Wie üblich luden wir die Mitglieder über unser Info-Heft und allgemein auf unserer Homepage alle Interessierten ein. Dieser Einladung folgten 12 Mitglieder und 2 Gäste. Nach einer kurzen Begrüßung wurden die Jungtiere in die Käfige gesetzt. Die PR Werner Reischl und Willi Günther hatten 75 Tauben zu besprechen, die sich wie folgt auf die Farbenschläge verteilten: 3x Schwarz, 7x Dun, 16x Rot, 20x Gelb, 4x Blau, 3x Blaufahl, 3x Rotfahl, 4x Gelbfahl, 3x Schwarztiger, 6x Rottiger, 6x Gelbtiger und ein weißes Tier.

 

Die PR besprachen abwechselnd die Farbenschläge.

Zuerst die Schwarzen: Ein Tier hatte leider einen farbigen Unterschnabel, das andere könnte etwas höher stehen. Die Augenfarbe müsste bei beiden noch etwas aufhellen.

 

Nun zu den Dun: Hier überzeugte Hals- und Beinlänge sowie die waagrechte Haltung. Ein Tier hatte Probleme mit der Rückenabdeckung. Die Farbe der Tiere war recht unterschiedlich, was zu einer regen Diskussion geführt hat. Meine Meinung als Zuchtwart: Da wir auch bei Gelb und Rot verschiedene Farbnuancen haben und auch akzeptieren, kann es bei Dun nicht anders sein. Wichtig ist, daß die Farbe eines Tieres möglichst gleichmäßig ist.

 

Nach den beiden Farbenschlägen gingen wir zum Mittagessen, das uns die Mitglieder des GZV Maihingen zubereitet hatten.

 

Weiter mit den Roten: Hier stachen die Strukturen ins Auge. Auch die waagrechte Haltung war meist gefestigt. Standhöhe und vor allem Augen- und Augenrandfarbe fielen negativ auf.

 

Dann unser stärkster Farbenschlag, die Gelben: Auch hier schöne Strukturen, Hals- und Beinlänge waren meist in Ordnung. Auffallend viele Tiere standen abfallend. Einige zeigten zu helle Augenränder und weiche Federn in der Bindengegend.

 

Nun zu den Blauen mit schwarzen Binden: Nur ein Tier präsentierte hier eine feste Nackenstruktur. Ansonsten standen hier schöne kurze Typen mit breiter Brust und guter Augenfarbe.

 

Bei den Blaufahlen waren gute Typen mit waagrechter Haltung vorhanden, auch Hals- und Beinlänge waren in Ordnung. Defizite gab es bei der Augenfarbe sowie in der Festigkeit der Nackenstruktur.

 

Die Rotfahlen hatten ihre Probleme mit der unreinen Schildfarbe. Typ, Stand und Haltung waren in Ordnung.

 

Ähnlich die Gelbfahlen: Hier sieht man durch Farbkreuzungen auch noch zu dunkle Einlagerungen auf dem Schild, aber es werden bestimmt gute Zuchttiere. Die Augenränder sollten noch etwas intensiver werden.

 

Weiter ging es mit den Schwarztigern: Der Typ war soweit in Ordnung, aber die Struktur im Nacken müsste fester sein. Augen- und Augenrandfarbe sollten sich auch noch entwickeln.

 

Nun zu den Rottigern: Die Tiere zeigten schöne, feste Strukturen und vernünftige Hals- und Beinlänge. Zwei waren schon als Jungtiere zu hell. Auch hier fehlt es noch an intensiver Augenrandfarbe.

 

Die Gelbtiger zeigten schöne Typen mit waagrechter Haltung, leider zum Teil mit Schimmelfedern und zu hellen Augenrändern.

 

Zum Schluß die Weiße: Leider war hier nur ein Tier mit schönem Typ und guter Haltung vertreten. Auch das Auge war schon weit entwickelt. Der Körperbau war etwas schwach.

 

Das beste Tier je Farbenschlag wurde hervorgehoben und nebeneinander in separate Käfige gestellt. Aus dieser Kollektion wurde das Siegertier ermittelt. Der 1. Platz ging an Gerald Klarwein für eine rote 0,1. Ich gratulierte und überreichte ihm ein Erinnerungsband. Bei den PR Werner Reischl und Willi Günther bedankte ich mich mit einem Präsent. Gerald Klarwein lud zur HSS ein und umriss die Sommertagung in Bochum. Mein Dank galt auch den Verantwortlichen des GZV Maihingen und ich wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

 

Euer Zuchtwart Ernst Glaser

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